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Pneumokokken-Impfung - wer sie braucht und was jetzt wichtig ist

Angelika Adler 6. August 2026
Eine Spritze wird angesetzt, um eine Impfung zu verabreichen. Die pneumokokken impfung schützt vor schweren Infektionen.

Inhaltsverzeichnis

Die Pneumokokken-Impfung gehört zu den Impfungen, die besonders dann an Bedeutung gewinnen, wenn Alter, Vorerkrankungen oder ein geschwächtes Immunsystem ins Spiel kommen. Sie schützt nicht vor jedem Atemwegsinfekt, kann aber das Risiko für schwere Verläufe wie Lungenentzündung, Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung deutlich senken. Ich ordne hier ein, wer sie in Deutschland braucht, welcher Impfstoff 2026 im Fokus steht und was Sie vor dem Termin praktisch wissen sollten.

Die wichtigsten Punkte zur Pneumokokken-Impfung auf einen Blick

  • Nach aktuellem STIKO-Stand 2026 ist für Erwachsene ab 60 Jahren meist eine einmalige Impfung mit PCV20 vorgesehen.
  • Auch Erwachsene ab 18 Jahren mit bestimmten Risiken wie chronischen Erkrankungen, Immunschwäche oder anatomischen Besonderheiten sollten an den Schutz denken.
  • Pneumokokken können schwere Erkrankungen auslösen, darunter Lungenentzündung, Sepsis und Meningitis.
  • Häufige Impfreaktionen sind Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopf- oder Gliederschmerzen und leichtes Fieber für ein bis drei Tage.
  • Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten in der Regel, wenn die Impfung STIKO-empfohlen ist.
  • Eine Grippeimpfung kann beim selben Termin gegeben werden, wenn es medizinisch passt.

Warum diese Impfung für viele Erwachsene so wichtig ist

Pneumokokken sind Bakterien, die über Tröpfchen übertragen werden und bei vielen Menschen den Nasen-Rachen-Raum besiedeln, ohne sofort Beschwerden zu machen. Genau das macht sie tückisch: Aus einer scheinbar harmlosen Besiedlung kann eine Mittelohrentzündung werden, eine Nebenhöhlenentzündung, eine Lungenentzündung oder im ungünstigen Fall eine invasive Infektion mit Sepsis oder Meningitis. Vor allem ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen tragen ein deutlich höheres Risiko für schwere Verläufe.

Ich halte es deshalb für sinnvoll, die Impfung nicht als abstrakte Vorsorge, sondern als sehr konkrete Schutzmaßnahme zu sehen. Ernährung, Bewegung, Schlaf und der Verzicht auf Rauchen stärken die Abwehr, ersetzen aber keinen gezielten Immunschutz gegen einen klar benennbaren Erreger. Gerade bei Pneumokokken ist diese Unterscheidung wichtig, weil viele Betroffene erst dann an den Schutz denken, wenn bereits eine Vorerkrankung oder ein höheres Lebensalter vorliegt.

Der nächste Schritt ist daher nicht die Frage, ob die Impfung grundsätzlich nützlich ist, sondern wer sie in Deutschland tatsächlich bekommen sollte.

Wer in Deutschland geimpft werden sollte

Die aktuelle Empfehlung ist bewusst risikobasiert. Das macht die Entscheidung einfacher, weil sie sich an Alter, Vorerkrankungen und besonderen Belastungen orientiert. Für gesunde Menschen unter 60 Jahren, die in der Kindheit bereits eine Grundimmunisierung erhalten haben, ist eine routinemäßige Auffrischung in der Regel nicht vorgesehen.

Situation Empfehlung Worauf ich besonders achten würde
Erwachsene ab 60 Jahren ohne vorherige Pneumokokken-Impfung Einmalige Impfung mit PCV20 Das ist die Standardempfehlung für diese Altersgruppe.
Erwachsene ab 18 Jahren mit chronischen Erkrankungen, Immunschwäche oder beruflichem Risiko Einmalige Impfung mit PCV20 Typische Beispiele sind Diabetes, chronische Herz-, Lungen-, Leber- oder Nierenerkrankungen, HIV, Transplantationen, Asplenie, Cochlea-Implantat oder Liquorfistel.
Frühere Impfung mit PPSV23 PCV20 nach mindestens 6 Jahren Bei ausgeprägter Immunschwäche kann der Abstand auf 1 Jahr verkürzt sein.
Frühere Impfung mit PCV13 bei Personen ab 60 Jahren PCV20 nach mindestens 1 Jahr Die genaue Reihenfolge sollte mit der Arztpraxis abgestimmt werden.

Für Erwachsene mit Risiko ist die Empfehlung damit heute deutlich einfacher als frühere, kompliziertere Impfschemata. Für Kinder und Jugendliche mit Risikofaktoren gelten eigene Empfehlungen, die ich hier bewusst nicht ausweite, weil der praktische Schwerpunkt bei vielen Leserinnen und Lesern auf dem Erwachsenenalter liegt. Damit ist der Weg zum Impfstoff selbst frei.

Welche Impfstoffe heute wirklich relevant sind

Für Erwachsene steht 2026 vor allem ein Impfstoff im Zentrum: PCV20, also ein 20-valenter Pneumokokken-Konjugatimpfstoff. Die Zahl 20 bedeutet, dass Antigene von 20 Serotypen enthalten sind. Ein Konjugatimpfstoff koppelt die Zuckerstrukturen der Bakterienhülle an ein Protein, wodurch das Immunsystem meist robuster reagiert als bei einem reinen Polysaccharidimpfstoff.

Impfstofftyp Was das praktisch bedeutet Rolle heute
PCV20 Konjugatimpfstoff gegen 20 Serotypen Aktuelle Standardlösung für Erwachsene mit Empfehlung
PPSV23 Polysaccharidimpfstoff gegen 23 Serotypen Heute eher Vorimpfung oder historische Ausgangslage, nicht die einfache Standardlösung
PCV13 / PCV15 Ältere Konjugatimpfstoffe mit kleinerer Serotypenabdeckung Relevant, wenn bereits früher damit geimpft wurde

Ich finde diese Vereinfachung sinnvoll, weil sie Planbarkeit schafft. Statt mehrstufiger Reihenfolgen und enger zeitlicher Abstimmung steht heute meist eine klare Einzelimpfung im Vordergrund. Wichtig ist trotzdem: Eine Impfung mit PCV20 schützt nicht garantiert vor jeder Pneumokokken-Erkrankung, senkt aber das Risiko für schwere Verläufe spürbar. Und genau darum geht es in der Praxis.

Für den Termin zählt dann weniger die Theorie als der konkrete Ablauf, und den würde ich immer nüchtern und ohne unnötige Hemmnisse planen.

Eine Spritze wird von einer Person mit blauen Handschuhen in den Oberarm einer anderen Person eingeführt. Dies ist eine pneumokokken impfung.

Wie der Termin abläuft und was vorher wichtig ist

Die Impfung wird in der Regel in den Oberarm gegeben. Meist reicht ein normaler Praxistermin, und wenn der Impfpass oder ältere Unterlagen vorhanden sind, lässt sich schnell klären, ob bereits eine Vorimpfung stattgefunden hat. Ich würde zum Termin immer die Unterlagen mitnehmen, weil gerade bei früheren Impfungen mit PPSV23, PCV13 oder PCV15 der zeitliche Abstand entscheidend sein kann.

Vor dem Termin

  • Impfpass oder alte Impfunterlagen bereitlegen.
  • Aktuelle Medikamente notieren, vor allem bei Immunsuppression oder geplanter Therapie.
  • Bei unsicherer Vorgeschichte kurz nachfragen, statt den Impfstatus zu schätzen.
  • Eine banale Erkältung ist meist kein Grund, alles zu verschieben; über schwere akute Erkrankungen entscheidet die Praxis.

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Am Impftag

  • Die Pneumokokken-Impfung kann mit anderen Totimpfstoffen kombiniert werden.
  • Auch die Grippeimpfung ist beim selben Termin möglich, wenn medizinisch nichts dagegen spricht.
  • Wenn bereits eine starke Reaktion auf Impfungen bekannt ist, sollte das vorab erwähnt werden.

Gerade bei Menschen mit chronischen Erkrankungen oder vor einer Immunsuppression würde ich den Termin nicht aufschieben, sondern frühzeitig planen. Das ist oft einfacher als später unter Zeitdruck zu klären, welcher Impfstoff in welchem Abstand sinnvoll ist. Nach dem Termin stellt sich dann meist die nächste Frage: Welche Reaktionen sind normal, und wann wird es untypisch?

Welche Nebenwirkungen normal sind und wann man handeln sollte

Die häufigsten Reaktionen sind lokal und kurzfristig. Dazu gehören Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Einstichstelle. In den ersten Tagen können außerdem Müdigkeit, Kopf- oder Gliederschmerzen, allgemeine Abgeschlagenheit oder leichtes Fieber auftreten. Solche Impfreaktionen klingen meist nach ein bis drei Tagen wieder ab und sind in vielen Fällen ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem auf die Impfung reagiert.

Worauf ich trotzdem achten würde: Schwere allergische Reaktionen sind selten, aber nicht ausgeschlossen. Wer nach einer Impfung Atemnot, starke Schwellungen, großflächigen Ausschlag oder Kreislaufprobleme bemerkt, sollte sofort medizinische Hilfe holen. Auch Beschwerden, die ungewöhnlich stark sind oder nicht nach ein paar Tagen besser werden, gehören ärztlich abgeklärt.

Das ist der Punkt, an dem viele Menschen unsicher werden, obwohl die Grenze in der Praxis meist recht klar ist: leichte Reaktionen sind erwartbar, alles deutlich darüber gehört angeschaut. Damit bleibt noch die Frage nach Kosten und sinnvoller Kombination mit anderen Impfungen.

Was die Impfung kostet und wie sie sich mit anderen Impfungen kombinieren lässt

In Deutschland übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Impfungen, die von der STIKO empfohlen sind, in der Regel. Für privat Versicherte lohnt sich vorab ein Blick in den Tarif oder eine kurze Rückfrage, weil die Erstattung unterschiedlich geregelt sein kann. Ich würde das nicht komplizierter machen als nötig: Wer zu einer empfohlenen Gruppe gehört, kann die Kostenfrage meist direkt in der Praxis klären.

Praktisch ist auch die Kombination mit anderen Schutzimpfungen. Zwischen der Pneumokokken-Impfung und anderen Totimpfstoffen muss kein Abstand eingehalten werden. Besonders naheliegend ist die gemeinsame Planung mit der Grippeimpfung, weil beide Themen bei älteren Menschen und Risikopersonen häufig zusammengehören. Ein einziger gut geplanter Termin spart Zeit und senkt die Wahrscheinlichkeit, dass eine der Impfungen später einfach vergessen wird.

Ich würde außerdem den Impfpass nicht nur dann anschauen, wenn akuter Handlungsbedarf besteht. Ein regelmäßiger Blick darauf, spätestens alle zehn Jahre oder bei neuen gesundheitlichen Situationen, ist eine einfache Gewohnheit mit spürbarem Nutzen. Genau daraus ergibt sich die letzte, praktische Einordnung für den Alltag.

Worauf ich bei der Entscheidung im Alltag achten würde

Die beste Entscheidung ist meist die, die nicht abstrakt bleibt. Wenn Sie 60 Jahre oder älter sind, eine chronische Erkrankung haben oder zu einer Risikogruppe gehören, würde ich die Pneumokokken-Impfung nicht in die ferne Zukunft schieben, sondern beim nächsten Arzttermin konkret prüfen lassen. Der Nutzen liegt gerade darin, schwere Verläufe zu verhindern, bevor sie überhaupt entstehen.

  • Impfpass prüfen und frühere Pneumokokken-Impfungen notieren.
  • Bei chronischen Erkrankungen oder Immunschwäche die aktuelle Medikation mitbringen.
  • Den Termin sinnvoll mit der Grippeimpfung oder anderen empfohlenen Totimpfstoffen verbinden.
  • Bei Unsicherheit lieber einmal mehr fragen als den Abstand zwischen alten und neuen Impfungen zu raten.

Ernährung, Bewegung, Schlaf und ein stabiler Alltag bleiben wichtig, aber sie stehen hier neben der Impfung, nicht an ihrer Stelle. Wer den Schutz gegen Pneumokokken richtig einordnet, trifft keine spektakuläre, sondern eine vernünftige Entscheidung: gezielt, risikoorientiert und mit Blick auf den Alltag, in dem schwere Infektionen möglichst gar keine Chance bekommen sollen.

Häufig gestellte Fragen

Nach dem aktuellen STIKO-Stand sind Erwachsene ab 60 Jahren ohne vorherige Pneumokokken-Impfung meist mit einer einmaligen Impfung mit PCV20 vorgesehen. Auch Erwachsene ab 18 Jahren mit Risikofaktoren wie chronischen Herz-, Lungen-, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, Immunschwäche, HIV, Asplenie, Cochlea-Implantat oder Liquorfistel sollten den Schutz prüfen lassen.

Für Erwachsene ist 2026 vor allem PCV20 relevant, ein Konjugatimpfstoff gegen 20 Serotypen. Der Vorteil: Es reicht in der Regel eine einzelne Impfung, statt komplizierter Reihenfolgen mit mehreren Präparaten. PPSV23, PCV13 und PCV15 spielen vor allem dann eine Rolle, wenn bereits früher damit geimpft wurde.

Wichtig sind Impfpass oder alte Unterlagen, damit frühere Impfungen und nötige Abstände sicher eingeordnet werden können. Die Pneumokokken-Impfung wird meist in den Oberarm gegeben und kann mit anderen Totimpfstoffen kombiniert werden. Auch die Grippeimpfung ist am selben Termin möglich, wenn medizinisch nichts dagegenspricht.

Typisch sind Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle sowie Müdigkeit, Kopf- oder Gliederschmerzen und leichtes Fieber für ein bis drei Tage. Ungewöhnlich sind dagegen Atemnot, starke Schwellungen, großflächiger Ausschlag oder Kreislaufprobleme - dann sollte sofort medizinische Hilfe geholt werden. Wenn Beschwerden sehr stark sind oder nicht nach einigen Tagen besser werden, gehört das ärztlich abgeklärt.

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Autor Angelika Adler
Angelika Adler
Mein Name ist Angelika Adler und ich bringe neun Jahre Erfahrung im Bereich Gesundheit mit. Mein Interesse an natürlichen Heilmethoden entwickelte sich aus einer persönlichen Suche nach ganzheitlichen Ansätzen zur Verbesserung des Wohlbefindens. Ich finde es faszinierend, wie verschiedene Lebensstilfaktoren und natürliche Therapien miteinander verbunden sind und wie sie unser Leben positiv beeinflussen können. In meinen Beiträgen beschäftige ich mich mit Themen wie Ernährung, Stressbewältigung und alternativen Heilmethoden. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich aufzubereiten und aktuelle Trends zu berücksichtigen. Ich überprüfe sorgfältig meine Quellen und vergleiche verschiedene Perspektiven, um meinen Leserinnen und Lesern hilfreiche und präzise Inhalte zu bieten. Mein Ziel ist es, komplexe Themen zu vereinfachen und ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge im Gesundheitsbereich zu schaffen.

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